Neubau von Wohnheim und Förderstätte erhält den Namen „Hollerhof“

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Der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. aus Ingolstadt feierte am 8. Oktober Richtfest in Münchsmünster / 08.10.2018

 

Einen wichtigen Meilenstein hat nun das Bauprojekt des Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. in Münchsmünster erreicht.  Am 8. Oktober wurde auf der Baustelle von Wohnheim und Förderstätte Richtfest gefeiert. „Damit kommen wir einen weiteren Schritt voran“, berichtet Projektleiterin Judit Bauer. „Im Frühjahr 2020 werden die ersten Förderstättengänger und Bewohner einziehen.“

 

„Hollerhof“ soll die neue Einrichtung für körper- und mehrfachbehinderte Menschen im Landkreis Pfaffenhofen heißen, ein Vorschlag einer Hollerhaus-Mitarbeiterin. Der Name signalisiert zum einen die Ausrichtung auf den ländlichen Raum und  bindet zugleich die Einrichtung auch sprachlich eng an das Mutterhaus, dem sogenannten „Hollerhaus“ in Ingolstadt. „Wir bringen über 30 Jahre Erfahrung aus unseren Einrichtungen in Ingolstadt in dieses Projekt ein und werden pädagogisch und organisatorisch eng zusammen arbeiten“, erläutert Vereinsvorsitzender Claus Gelhorn.

 

„Insgesamt gibt es in der Region 10, mit seinen Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen und in der Stadt Ingolstadt, bis heute nicht ausreichend Wohnheimplätze für unsere Zielgruppe“, betont Hollerhaus Geschäftsführer Roman Schiele. „Der Verein hat deshalb schon vor Jahren auf diese Situation reagiert und den Neubau eines Wohnheimes und einer Förderstätte im Osten der Gemeinde Münchsmünster beschlossen. Im Frühjahr 2020 werden hier weitere 24 Wohnheimplätze und 49 Förderstättenplätze für körper- und mehrfachbehinderte Menschen zur Verfügung stehen. Hinzu kommen vier Wohnungen im sozialen Wohnungsbau für Menschen mit und ohne Behinderung.“

 

Gefördert wird die Errichtung der Förderstätte und des Wohnheimes durch die Bayerische Landesregierung, die Aktion Mensch, die Bayerische Landesstiftung und die lokale Aktionsgruppe (LAG Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm) im Rahmen der europäischen Leader-Förderung (Projektbetreuung durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt).

 

Mit der geplanten Tierhaltung, dem Obst- und Gemüsebau und dem entsprechenden therapeutischen Konzept wird dort auch ein neuer pädagogischer Schwerpunkt gesetzt. Zwei Hollerhaus-Mitarbeiterinnen absolvieren hierzu derzeit die besonderen fachlichen Ausbildungen. Die offene und begegnungsfreundliche Gestaltung der Gebäude wie auch der Freiflächen, soll zudem den neuen Hollerhof zu einer in das Gemeindeleben integrierten Einrichtung machen. Ein geplanter Gastronomiebetrieb wird für verschiedenste Veranstaltungen und als Begegnungszentrum für alle Interessierten zur Verfügung stehen.

 

Erfreut zeigt sich Roman Schiele über die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Münchsmünster. „Bürgermeister Andreas Meyer und der gesamte Gemeinderat haben das Projekt unterstützt und den Erwerb eines Baugrundstückes ermöglicht. Von Beginn an wurde darin eine Bereicherung gesehen. Und gerade die Ermöglichung von Begegnung wurde ausdrücklich begrüßt. Dies sollte wegweisend für andere Projekte in der Region 10 sein.“

 

Vereinsvorsitzender Claus Gelhorn begrüßte die Gäste zum Richtfest.

 

Hollerhaus Geschäftsführer Roman Schiele bedankte sich für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Münchsmünster.

 

 

Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie Bewohner und Mitarbeiter aus dem Hollerhaus in Ingolstadt lauschten dem Richtspruch der Handwerker.

 

Andreas Meyer, Bürgermeister in Münchsmünster, freut sich schon heute auf die vielen Begegnungen mit den neuen Mitbürgern.

Pfarrer Reinhard Wemhöner und Pfarrer Reinhard Wemhöner und Pfarrer Joseph Villanthanathu sprachen Grußworte.

Architektin Michaele Ausfelder stellte verschiedene Aspekte des Bauprojektes vor.

 

 

Bürgermeister Andreas Meier im Gespräch mit Hollerhaus Projektleiterin Judith Bauer.

Claus Gelhorn (Mitte) im Gespräch mit den Landschaftsgärtnern Renate und Georg Beyer.

Beim gemeinsamen Mittagessen wurden erste Eindrücke vom Bauprojekt ausgetauscht.

In mehreren Kleingruppen konnten die zukünftigen Räumlichkeiten besichtigt werden.

Projektleiterin Judith Bauer (zweite von rechts) führte durch die Gebäude.