Einblick in neue Bereiche

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Post Auszubildende aus ganz Bayern verbringen ihren „sozialen Tag“ im Hollerhaus.

Einen Tag in einer sozialen Einrichtung zu verbringen ist Bestandteil der Ausbildung bei der Deutschen Post. So wandten sich die Ausbildungsleiter an das Hollerhaus und vermittelten insgesamt 38 Auszubildende aus ganz Bayern in die Förderstätte des Hollerhauses. „Auf diese Anfrage gingen wir sehr gerne ein“, so Nellja Greb vom Sozialdienst der Förderstätte. „Für junge Menschen ist es sehr wertvoll, Erfahrungen in bis dahin zum Teil unbekannten Bereichen zu sammeln, beispielsweise auch in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.“

In Kleingruppen nahmen die Auszubildenden an den tagesstrukturierenden Angeboten in der Förderstätte teil und lernten einige der sinnstiftenden Tätigkeiten kennen. So wurden beispielsweise in der Förderstättengruppe 1 phantasievolle Grußkarten entworfen und hergestellt, „eine Arbeit, die sich für dieses Schnupperpraktikum anbietet“, erklärt Gruppenleiterin Nena Stanojlovic. „Nach einer kurzen Einführung konnten die Azubis im Team mit unseren Klienten arbeiten. Dabei lernten sie vor allem, auf ihren Arbeitspartner einzugehen. Denn viele unserer Klienten können sich ja nicht sprachlich äußern. Sie senden ihre individuellen Signale, die wir Betreuer aufgreifen. Der Arbeitsprozess forderte unseren Gästen Geduld ab, war aber auch sehr spannend für sie. Alle haben es super gemacht!“ Und so blickten am Ende alle miteinander auf die hübschen Grußkarten, die die Gruppe auch regelmäßig verwendet, um anderen Menschen eine persönliche Botschaft zu schicken.

Neben der Arbeit in den Förderstätten-Gruppen stand für die jungen Menschen auch noch eine Zeit der Selbsterfahrung auf dem Tagesprogramm. Ein Rollstuhl-Parcours, ein Altersanzug und ein sogenannter „Lifter“, ein therapeutisches Hilfsmittel, boten Gelegenheit, den eigenen Körper auf ganz neue Weise zu erleben.

„Wir freuen uns sehr über das Engagement der Azubis und wünschen ihnen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung das Beste“, unterstreicht Nellja Greb. „Und auch ihre Spende in Höhe von 200,- Euro, die sie uns mitbrachten, findet unsere größte Anerkennung.“