Abschied vom Hollerhaus nach über 22 Jahren

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Mit Karin Weißenberger verlässt eine „Institution“ die Förderstätte / 06.09.2021

 

Zu einer kleinen Abschiedsfeier haben sich Ende August Klienten und Mitarbeitende des Hollerhaus in der großen Eingangshalle eingefunden, um Karin Weißenberger nach über 22 Jahren in den Ruhestand zu verabschieden. Bereichsleiter der Förderstätten Oliver Pontz hatte zahlreiche Fotos zusammengestellt, um ihren Weg durch diese Zeit in Erinnerung zu rufen und den Rückblick mit einigen Anekdoten zu ergänzen.

Als Karin Weißenberger 1999 ins Hollerhaus kam, waren die neuen Gebäude für Wohnheim und Förderstätte an der Hollerstaude gerade mal zwei Jahre alt und die Einrichtung noch mitten in der Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes. Mit großem Engagement hat sie sich daran beteiligt und war viele Jahre als Leitung einer Förderstättengruppe mit dem Schwerpunkt für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen tätig. Sie hat dieses Angebot mitentwickelt und stark geprägt.  Auch die Idee der Einzelförderung und die Einrichtung von Funktionsräumen hat Karin Weißenberger mit auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse der therapeutischen Arbeit, wie Kerzen und Filzprodukte, auch zum Verkauf an zu bieten und den Klienten damit eine direkte Anerkennung zu ermöglichen, war ihr von Anfang an ein großes Anliegen. Auf zahlreichen Veranstaltungen, vom Sommerfest im Hollerhaus bis zum sozialen Weihnachtsmarkt der AUDI AG hat sie Informations- und Verkaufsstände organisiert. Ein besonderes Anliegen war ihr die Arbeit in der Bilderwerkstatt und schon im Jahr 2000 kuratierte sie zusammen mit Elisabeth Prüller die Ausstellung „Kunst im Hollerhaus“, bei der seitdem jedes Jahr Klienten zusammen mit externen Künstlern ihre Werke präsentieren.

Nicht  nur „Danke Karin!“ stand bei der Verabschiedung auf der Titeltafel der Präsentation. Ergänzt wurde es durch den Zusatz „Eine Institution sagt Servus!“. Und dem konnten nur alle zustimmen. Zum Schluss trug eine kleine Band um Betriebsratsvorsitzenden Felix Schuster einen humorigen Abschiedssong vor, dessen Refrain „Das Hollerhaus im Herzen“ sowohl Beschreibung von Karin Weißenberger wie auch Wunsch für ihre Zukunft waren.