Hollerhof begrüßt die ersten Bewohner

|   Aktuelles

Wohnheimgruppen für schwer körper- und mehrfachbehinderte Erwachsene starten schrittweise / 13.07.2020

Nachdem Anfang Mai die erste Förderstättengruppe auf dem neuen Hollerhof in Münchsmünster gestartet ist, begrüßte Roman Schiele für den Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V.  jetzt die ersten beiden Bewohner im Wohnheim der neuen Einrichtung. „Wir freuen uns“, so der Geschäftsführer, „dass es nun auch in diesem Bereich so weit ist und die drei Wohngruppen Schritt für Schritt starten.“ Geplant ist, den Einzug gestaffelt durchzuführen, um sowohl den Klienten wie auch den Mitarbeitenden eine gute Eingewöhnung zu ermöglichen.

Jede Woche werden zwei weitere Bewohner dazu kommen mit dem Ziel, bis Ende des Jahres die geplante Bewohnerzahl von 24 zu erreichen. „Die Nachfrage ist jedenfalls groß“, erläutert Roman Schiele, „Probleme haben wir allerdings noch bei der Rekrutierung von ausreichendem Personal, sowohl für das Wohnheim wie auch für die Förderstätte.“ Alle Bewohner werden auch eine der Förderstättengruppen besuchen, die zudem externe Klienten aufnehmen. In der Förderstätte liegt die maximale Belegung bei 49 Klienten. Derzeit gibt es zudem für sieben Klienten eine sogenannte Notgruppe aufgrund der Corona-Pandemie.

Ursprünglich sollte Anfang Juli die feierliche Eröffnung des Hollerhofes stattfinden, doch musste diese aufgrund der Pandemie-Verordnungen auf das nächste Jahr verschoben werden. „Überhaupt haben uns die Auswirkungen der Pandemie im gesamten Zeitplan des Projektes doch arg unter Druck gesetzt“, berichtet Roman Schiele. „Insbesondere die Errichtung des Begegnungshauses hat sich verzögert und auch im Wohnheim gibt es noch einige Gewerke, die fertiggestellt werden müssen.“

Bis zuletzt hatte das Team um Bereichsleiter Stefan Kunz und Wohnheimleitung Viktoria Mergel alle Hände voll zu tun, die Räumlichkeiten der ersten Wohngruppe herzurichten. „Wenn in den nächsten Wochen die Landschaftsgärtner den Außenbereich fertiggestellt haben“, berichtet Stefan Kunz, „dann wird sich noch deutlicher zeigen, welch tolle und weitläufige Anlage hier entsteht.“ Ein großer Teil des 20.000 m² großen Geländes werden nämlich von Gemüse- und Obstgärten und den Flächen für die Tierhaltung eingenommen, bildet doch die tierpädagogische und gartentherapeutische Arbeit einen neuen Förder-Schwerpunkt auf dem Hollerhof. In den letzten Tagen wurden die Hochbeete aufgestellt und demnächst kommen die Pflanzen für den von der Gemeinde Münchsmünster finanzierten Hopfengarten am Begegnungshaus. Im Laufe des Sommers wird dann auch das Tierhaus bezogen, unter anderem mit den voller Spannung erwarteten Alpakas.

Interessierte können sich für die Mitarbeit auf dem neuen Hollerhof an die Personalabteilung des Hollerhauses in Ingolstadt wenden, unter der Rufnummer 0841/49313-0 oder per Mail mailto:bewerbung@hollerhaus-in.de.

 

Bild 1: Ein aufregender Tag für Familie Röck: Sohn Tim zieht in seine neue Wohnheimgruppe auf dem Hollerhof und wird von den Mitarbeitenden (rechts) begrüßt.

 

 

 

Bild 2-3: Der Gruppenraum strahlt schon im warmen Sommerlicht: Jetzt können die neuen Bewohner zusammen mit den Mitarbeitenden beginnen, die Räume nach ihren Vorstellungen zu gestalten.