Das Hollerhaus erhält selbstgenähte Schutzmasken als Spende

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Das Tragen von sogenanntem Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) kann helfen, die Infizierung anderer zu verhindern. / 31.03.2020

Die Fachverbände der Behindertenarbeit haben in der letzten Woche darauf hingewiesen, dass auch in Einrichtungen wie Förderstätten und Wohnheimen, die ausreichende Versorgung mit benötigten Schutzkleidung und Desinfektionsmittel sichergestellt sein muss. In Anbetracht der allgemeinen Lieferengpässe ist dies allerdings bis heute nicht gewärleistet. So fehlen auch im Hollerhaus ausreichende Mund-Nasen-Schutz-Masken.

Vielerorts engagieren sich derzeit Bürger in der ehrenamtlichen Herstellung einfacher Gesichtsmasken. Im Internet wurde aus einer privaten Initiative heraus eine Homepage erstellt, auf der sich Anleitungen zum Nähen ebenso finden wie auch Informationen zur Wirksameit (https://maskezeigen.de).

Dort wird auch die Einschätzung anerkannter Virologen und Epidemologen wieder gegeben: Der einfache Mund-Nasen-Schutz reduziert die Verteilung von erregerhaltigen Tröpfchen beim Sprechen oder Husten durch einen Infizierten. Wer also zum Beispiel mit einer noch unerkannten Infektion anderen Menschen begegnet, könnte mit einer solchen Maske das Risiko einer Weitergabe verringern.

Auch für die Mitarbeitenden und Klienten im Hollerhaus ist deshalb das Tragen von einfachen Schutzmasken sinnvoll und dringend geboten. Die Lieferengpässe erschweren aber die Umsetzung dieser Maßnahme.

„Dass wir in dieser Situation nun eine unerwartete Unterstützung erhalten haben, freut uns sehr“, berichtet Hollerhaus Geschäftsführer Roman Schiele. Vom Gesundheitszentrum Reha-Fit im Ingolstädter Medi-IN-Park erhielt das Hollerhaus nämlich jetzt 50 selbstgenähte Mund-Nasen-Schutz-Masken. Genäht wurden sie von den Ergotherapeutinnen des Gesundheitszentrums, deren Patienten derzeit ja nicht behandelt werden können. Reha-Fit Geschäftsführerin Caroline Herrle überreichte Roman Schiele die Masken persönlich mit entsprechendem Abstand (Foto). „Das ist eine tolle Idee und hilft uns wirklich weiter. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!“